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BMBF sagt 1 Milliarde EURO für Produktions- Dienstleistungs- und Arbeitsforschung bis 2020 zu

Es ist selten, aber hier der vollständige Text einer BMBF Pressemitteilung vom 8.9.2014

"Innovationen für die Produktion, Dienstleistung und Arbeit von morgen

70 Prozent des Bruttoinlandsprodukts hierzulande werden mit Dienstleistungen erwirtschaftet. Zugleich ist es Deutschland wie kaum in einem anderen Industrieland gelungen, im globalen Wandel ein starker Produktionsstandort zu bleiben - mit einem Viertel Anteil am BIP und 7,7 Millionen Beschäftigten in diesem Bereich. Die zunehmende Verzahnung dieser Bereiche und der härtere Wettbewerb stellt die Wirtschaft jedoch vor große Herausforderungen und betrifft auch jede Arbeitnehmerin und jeden Arbeitnehmer.

In allen hochentwickelten Industriestaaten wächst der Anteil des Dienstleistungssektors, auch in Deutschland. Das produzierende Gewerbe mit einer starken industriellen Basis hat sich als besonders krisenresistent herausgestellt. Die ressourceneffiziente Modernisierung dieses Sektors, darunter die digitale Verfeinerung der Produktionstechnik, ist ein effektives Mittel, die Wertschöpfung im Land zu halten und technischen wie sozialen Fortschritt zu sichern - Dienstleistungen eingeschlossen.

Die Forschung zu Produktion, Dienstleistung und Arbeit hat den Anspruch und die Aufgabe, eine bedarfsgerechte Ausrüstung für Fertigungs- und Verfahrensprozesse, Wissen für gut ausgebildete Beschäftigte, geeignete Organisationsformen für moderne Unternehmen und die "Fabriken der Zukunft" als eigenständige Schlüsseltechnologie bereitzustellen. Mit ihrer Hilfe werden Produkte und Dienstleistungen menschengerecht, umweltfreundlich und wettbewerbsfähig entwickelt und unter Berücksichtigung von ökonomischen, ökologischen und sozialen Aspekten hergestellt. Um aus Wissen Wert zu schöpfen, werden Mensch, Technik und Organisation ganzheitlich betrachtet.

Mit diesem Programm setzt das BMBF den erfolgreichen Weg der Programmlinien "Forschung für die Produktion von morgen" und "Innovationen mit Dienstleistungen" konsequent fort. Parallel zu den technischen Entwicklungen werden Arbeitsorganisation und Arbeitsprozesse als soziale Faktoren erforscht und umgesetzt, damit der Mensch weiterhin innovative und "gute" Arbeit leisten kann. Es werden interdisziplinäre Verbünde und eine enge Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft gefördert. Produktions- und Dienstleistungsforschung schaffen damit die Voraussetzungen für die notwendigen Innovationssprünge, die auch in Zukunft den Wohlstand Deutschlands sichern.

Mit dem Programm "Innovationen für die Produktion, Dienstleistung und Arbeit von morgen" sollen anwendbare Lösungen gefunden werden, um Wertschöpfung und Arbeitsplätze in Deutschland zu erhalten und auszubauen, Arbeit wirtschaftlich und sozialverträglich zu gestalten sowie die Produktions- und Dienstleistungsprozesse effizient und umweltgerecht weiterzuentwickeln. Unternehmen und Forschungseinrichtungen sind eingeladen, unsere Gesellschaft mit technischem und sozialem Fortschritt aktiv zu gestalten.

Es leistet damit einen wichtigen Beitrag, um den Wirtschaftsstandort Deutschland im globalen Wettbewerb nachhaltig zu stärken.

Für das gesamte Programm mit seinen drei Teilen sind bis 2020 insgesamt Mittel in Höhe von etwa einer Milliarde Euro vorgesehen"

Kommentar Gerd Ernst:
Das BMBF sagt in dem oben genannten Programm 400 Millionen EURO allein für Produktions- und Dienstleistungsforschung zu. Dann verblieben für das Arbeitsforschungsprogramm ca. 600 Mio. EURO. Selbst wenn man alles klein rechnet - "von etwa einer Milliarde" ist ja nur die Rede - müssten über 50 Mio. EURO pro Jahr für die Arbeitsforschung zur Verfügung stehen. Faust prägte in der Osternacht, kurz nachdem er von seinen Depressionen wegkam und den Chor der Engel hörte, folgenden Satz: "Die Botschaft hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube;"

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