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"Vom Kuhstall zur KI"

"Vom Kuhstall zur KI" Foto: Klaus Zühlke-Robinet

„Vom Kuhstall zur KI“ – so drückte es der Winterscheider Bürgermeister im Rahmen der am 16. Januar 2026 stattgefundenen Veranstaltung „KI.Zukunft.regional. Forum für Industrie & Handwerk“ aus, was in den Räumlichkeiten der ScienceLoft GmbH in Winterscheid bei Ruppichteroth heute geboten werde und in Zukunft im ländlichen Raum zu erwarten sei.

Dr. Sonja Kieffer-Radwan, Geschäftsführerin der ScienceLoft GmbH, hat genau an der Stelle in Winterscheid, an der früher mal ein Kuhstall stand, ein schmuckes Gebäude errichten lassen. Es verfügt über einen Konferenzraum, Meetingraum, ein KI-Customer Experience Lab, Open Space, Lounge, ausgefeilte technische Infrastruktur und vieles mehr. Mitte 2025 ging es in Betrieb. Dort fand das besagte Forum statt, an dem ich teilnahm und damit die Gelegenheit hatte, diesen Standort auf dem bergigen Lande erstmals kennenzulernen. Das Forum war sehr gut besucht, bis zum Ende blieben alle Stühle durchgängig besetzt (was bekanntlich an einem Freitag nicht selbstverständlich ist).

Das von 10 Uhr bis 16 Uhr stattgefundene Forum fand im Rahmen des REGIONALE 2025-Projektes „Denkschmiede“ statt, finanziert vom Land Nordrhein-Westfalen und von der EU kofinanziert. Das Projekt startete 2025, das Projektkonsortium umfasst neben dem Konsortialführer ScienceLoft GmbH die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg, die Fachhochschule des Mittelstands und eine Reihe von Value-Partner wie die Gemeinde Ruppichteroth, die Stadt Hennef sowie einige Unternehmen. Ziel des Projektes ist es, entlang der „Kundenreise“ die Umsetzung von Service-Innovationen unter Zuhilfenahme von KI zu unterstützen und mittels bewährter und neuer Formate des Wissenstransfers die regionale Vernetzung der Unternehmen zu fördern. So soll der regionale Mittelstand und das Handwerk gerade im ländlichen Raum angesprochen und wirtschaftlich gestärkt werden.

Das Forum bot in bester Manier eine ausgewogene Kombination von Unternehmenserfahrungen mit KI-Anwendungen, wissenschaftliche Expertise, Informationen und Wissen zu KI von behördlicher, politischer und administrativer Seite. So hielt Ina Brandes, Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW einen Impulsvortrag und nahm auch an einem Podiumsgespräch teil. Zu Beginn des Forums richtete Björn Franken, Mitglied des Landtages NRW und Vorsitzender der Enquetekommission „Künstliche Intelligenz“ ein Grußwort aus. Monika Löber, stellvertretende Geschäftsführerin der Kompetenzplattform KI.NRW ging in ihrem Vortrag auf die Entwicklungen und Tücken der KI ein, welchen Nutzen Unternehmen daraus ziehen können und hob auch die Beratungsfunktion der Kompetenzplattform für Unternehmen hervor.

Dr. Sonja Kieffer-Radwan und Professor Dr. Klaus Schafmeister (FH des Mittelstands) stellten das Projekt „Denkschmiede“ vor und betonten dabei, wie wichtig dieser Standort in Winterscheid sei um gerade im ländlichen Raum wirken und dort ansässige Unternehmen erreichen zu können.

Als Teilnehmer am Vormittags-Podiumsgespräch hob Professor Dr. Giuseppe Strina (Universität Siegen) seine langjährige Erfahrung mit dem Wissenstransfer von Ergebnissen der Dienstleistungsforschung in kleine Unternehmen hervor. Dabei bezog er sich auch auf seine Mitarbeit im Kompetenzzentrum Smart Services des Landes Baden-Württemberg und die dabei gewonnenen Erfahrungen.

Wie gut vernetzt und verankert das Projekt „Denkschmiede“ ist zeigte sich mir auch darin, dass am Nachmittags-Podiumsgespräch neben der Ministerin Ina Brandes auch Vertreterinnen und Vertreter der Geschäftsführungen der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg, der IHK Bonn/Rhein-Sieg, der FH des Mittelstandes teilnahmen, moderiert von der Geschäftsführerin der Wirtschaftsförderung des Rhein-Sieg-Kreises.

Zusammenfassend möchte ich festhalten, dass das stattgefundene Forum auf vorbildliche Art und Weise demonstrierte, dass es Formate des Wissensaustausches und des Ergebnistransfers gibt, die bestens geeignet sind, Unternehmen und Wissenschaft gewinnbringend für alle beteiligten Akteure zusammenzubringen. Der vertrauensvolle, wechselseitige Erfahrungs- und Wissenstransfer sind eine Grundvoraussetzung dafür, dass beide Seiten von der Zusammenarbeit gleichermaßen profitieren.

 

https://die-denkschmiede.de/das-projekt/

https://www.scienceloft.de/

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