Jessica Nuske, Guido Becke, Peter Bleses, Andreas Friemer (Hg.): Transdisziplinäre Arbeitsforschung im Dialog. Herausforderungen – Wissenstransfer – Methoden.
transcript Verlag, Bielefeld, 2026, Print-ISBN: 978-3-8376-7990-8 PDF-ISBN: 978-3-8394-4662-1 |
Open Access
Verlagsankündigung: „Wie funktioniert Forschung, wenn Wissenschaft und Praxis auf Augenhöhe kooperieren? Die Beiträger*innen liefern einen systematischen Überblick über Ansätze, Methoden und Herausforderungen transdisziplinärer Forschung – insbesondere im Feld der Arbeitsforschung. Dazu verknüpfen sie disziplinäre Perspektiven mit praktischen Erfahrungen und analysieren Gelingensbedingungen, Förderstrukturen und institutionelle Rahmen. Die Beiträge aus unterschiedlichen Fachrichtungen richten sich an Forschende, Lehrende, Studierende sowie Akteur*innenan der Schnittstelle von Gesellschaft und Wissenschaft und zeigen, was Transdisziplinarität jenseits idealtypischer Konzepte bedeuten kann.“
Im Herausgeberband ist folgender HGAL-Beitrag enthalten (S. 105-135):
Claudius H. Riegler und Klaus Zühlke-Robinet:
Die Mitgestaltung der Arbeitsforschung durch den Projektträger »Arbeitsgestaltung und Dienstleistungen« (DLR-PT). Transdisziplinarität, Output, Agenda Setting, 1974–2016.
Inhalt und Zusammenfassung:
Der DLR-Projektträger »Arbeitsgestaltung und Dienstleistungen« hat über den üblichen Rahmen einer Projektträgerschaft hinausgehend an der Gestaltung der Arbeitsforschung mitgewirkt. Er vertrat von Anbeginn ein umfassendes Transferverständnis, das über den klassischen Rahmen von Verbundprojekten hinausreichte und hat die in dieser Domäne zentralen Akteure miteinbezogen. Diese Projektträgerschaft war auch maßgeblich an der Entwicklung, Einführung und Verstetigung neuer Steuerungsinstrumente wie Fokusgruppen und Metavorhaben beteiligt. In der (Fach-)Öffentlichkeit bzw. in der Literatur wird kaum wahrgenommen, dass im Rahmen der arbeitspolitischen Programmsteuerung der DLR-PT (als Programmprojektträger vom Start des HdA-Programms 1974 bis September 2016) eine wesentliche gestaltende Rolle eingenommen hat. Der Beitrag verdeutlicht, wie die durch den PT geschaffenen und in Abstimmung mit dem BMBF implementierten Instrumente den Wissenstransfer und die Transdisziplinarität forciert haben zu Gunsten der Fortentwicklung der Arbeitsforschung.