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Interessant zu lesen: Die Zukunft der Vernetzten Gesellschaft

14.01.2015

Während wir in Deutschland relativ hektisch und technikgetrieben „Industrie4.0“ und „Big Data“ nachhecheln, hat das Gottlieb-Duttweiler-Institut eine sehr nachdenkliche Studie „Die Zukunft der Vernetzten Gesellschaft“ herausgegeben. Es ist nicht allein die gesellschaftspolitische Orientierung, die diese Studie von den deutschen abhebt, sondern auch die Richtung der Fragestellungen.

Es ist nicht die alternativlose(?) Technikentwicklung, die dominiert, sondern die Frage, wie wollen wir – wer auch immer das zunächst ist – unser Leben, unsere Gesellschaft gestalten. In einer Welt, in der die Netze (und die dahinterstehenden Interessen) autonom werden, in der Daten das Öl als Rohstoff ablösen, in der das Internet „auseinanderwächst“, müssen wir entscheiden, wohin wir wollen.

Zwei Konfliktlinien sehen die Schweizer Autoren: Zum einen die Sicherheit der Netze und der Kritischen Infrastrukturen und zum anderen die Roboterisierung (s. Kolumne Gerd Ernst). Wohl wissend, dass Gestaltung nicht einfach ist - denn wie stellt man im Netz Weichen; oder wie legt man eine Richtung fest, wenn alles mit allem zusammenhängt - entwickeln die Autoren vier Szenarien als Gedankenspiele, in denen Kontrolle über die Daten und Wohlstand (nicht nur der finanzielle) miteinander in Beziehung gesetzt werden. Sicher eine Studie weit über den Rahmen der Arbeitsforschung hinaus, aber wichtig zu lesen.

 

Quelle: Karin Frick, Bettina Höchli: Die Zukunft der vernetzten Gesellschaft -Neue Spielregeln, neue Spielmacher; Herausgeber: GDI Gottlieb Duttweiler Institute; Langhaldenstrasse 21;CH-8803 Rüschlikon / Zürich (2014)

http://www.gdi.ch/de/Think-Tank/Studien/ProductDetail/611

G. Ernst

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